Einbezug von MJSO als Expert_innen in politische Entscheidungsprozesse

Der JMB Berlin tritt ein für die stärkere Anerkennung von MJSO und deren Einbezug in politische Entscheidungsprozesse, da sie einen wichtigen Beitrag leisten zur gesamtgesellschaftlichen Integrationsarbeit, bislang aber deutlich unterrepräsentiert sind.

Aus unserer alltäglichen Arbeit können wir bestätigen, dass es zu wenig Wissen über die Existenz unserer Organisationen gibt und noch weniger über die von uns tatsächlich geleistete Arbeit. Nach wie vor werden wir nicht ernst genommen, sondern als „kleine Ableger" von migrantischen Erwachsenenverbänden betrachtet. Keine einzige MJSO ist in einem jugend- oder integrationspolitischen Ausschuss auf Bundes- oder auf Landesebene vertreten.

MJSO müssen für die Leistungen ihrer Arbeit anerkannt werden. Durch das Engagement der Verbände und ihren direkten Zugang zur Basis, zu den Lebenswelten junger Menschen mit (familiärer) Migrationsgeschichte, haben sie ein Expert_innenwissen, mit dem sie an politischen Entscheidungsprozessen partizipieren sollten. Denn schließlich können die Jugendverbände Perspektiven einbringen, die sonst möglicherweise unbeachtet blieben.

Die Erhöhung der Sichtbarkeit von MJSO in der Politik sowie der Gesellschaft kann nur gelingen, wenn sie unterstützt werden bei der Verbesserung und Verbreitung ihrer Öffentlichkeitsarbeit, zum Beispiel durch Einladungen zu Fachtagungen oder durch Qualifizierungsmaßnahmen.

Außerdem ist es dringend notwendig, MJSO in die jugend- und integrationspolitischen Ausschüsse auf Bezirks- und Landesebene aufzunehmen. Nur so ist es möglich, sie in politisch relevante Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Der JMB Berlin strebt daher eine Mitarbeit in relevanten jugend- und integrationspolitischen Gremien an und ist dazu im Austausch mit Vertreter_innen aus Politik und Verwaltung.