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Donnerstag, 5. Juli 2018

Jahrestagung der Transferagentur für Großstädte

„Bildung urban. Städte gestalten Zukunft“

Die Jahrestagung der Transferagentur für Großstädte fand am 07./08. September 2016 in Berlin statt. Unter dem Titel „Bildung urban. Städte gestalten Zukunft“, wurden neben Workshops, Vorträgen und Plenumsdiskussionen auch Salons angeboten.

Der Salon DIVERSITÄT UND BILDUNG stand unter dem Motto „Von der Minderheitenförderung zu Fragen der institutionellen Praxis“. Ein Beispiel vom Perspektivwechsel und die dafür notwendigen neuen Strukturen und neuen Formate gab hierbei der JMB Berlin. Weitere Beispiele kamen aus Freiburg (Erarbeitung eines kommunalen Gesamtkonzepts "Durchgängige Sprachbildung"), Hamburg Altona (Bildungshaus Lurup) und Köln (Strategieentwicklung für eine diversitätsbewusste Verwaltung)

In den vorangegangenen Keynotes wurde bereits darauf hingewiesen, dass Jugendliche aktiv partizipierende Bürger_innen sind. Das müsse von Politik und Gesellschaft mehr wahrgenommen werden.

In diesem Zusammenhang nannte Patrick Bieler, der den Beirat bei der Veranstaltung vertrat, dass die fehlende politische Vertretung von Jugendlichen mit Migrationsgeschichte in Berlin ein Motiv für die Gründung des Jugendmigrationsbeirats war. Die Mitgliedsorganisationen des Beirats sind sehr heterogen, doch bei aller Unterschiedlichkeit ist eines gemeinsam: Sie alle teilen Erfahrungen mit herkunftsbedingter Diskriminierung.

Ein Anliegen des Beirats an die Berliner Bildungspolitik ist es, den alltäglichen Rassismus in Schulen mehr zum Gegenstand zu machen. Es braucht bessere Konzepte, um Rassismus sensibilisierend an Schulen tätig zu sein.

„Bildung bedeutet sich mit Dingen auseinander zu setzen, die gesellschaftlich relevant sind. Auch, wenn sie einen persönlich (beispielsweise auf Grund der Herkunft oder Geschlechts) nicht direkt betreffen.“

In diesem Kontext kommt auch die Frage auf, was eine angemessene Auseinandersetzung mit dem Holocaust in der Migrationsgesellschaft ist. In den aktuellen Kurrikula werden manche jugendpolitischen Themen nicht berücksichtigt. Eine direkte Maßnahme könnte sein, die außerschulischen Angebote der Verbände näher an Schulen heranzuführen. „Wir decken gesellschaftlich relevante Themen ab, die so nicht im Schulunterricht vorkommen; so zum Beispiel die Politik in der Türkei oder den Genozid an Roma und Sinti“, so Patrick Bieler.


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